
» Heißlagerungstest (bivalentes ESG-H)
Die Brakeler Sicherheitsglas GmbH in Brakel und die Saxo Isotherm-Glas GmbH in St. Michaelis stellen als diebeiden Produzenten von Sicherheitsglasprodukten in der GKT Unternehmensgruppe ab dem 1. Januar 2011ein heißgelagertes Einscheiben-Sicherheitsglas her, welches die Anforderungen der Bauregelliste (für denEinbau in Deutschland) und der Produktnorm EN 14179-1 (für den Einsatz außerhalb Deutschlands imeuropäischen Wirtschaftsraum), erfüllt. Daraus leitet sich die Bezeichnung bivalentes, d.h. zweiwertiges,ESG-H ab.
Die unterschiedlichen Ansprüche an den Heißlagerungsprozess 1. Mindesthaltezeit (nach BRL 4 Stunden,nach EN 2 Stunden) und 2. zugelassener Temperaturbereich in der Haltephase (nach BRL 280–320°C, nachEN 280–300°C) bargen stets das latente Risiko einer verwaltungsmäßigen oder produktionstechnischenFalschbehandlung von Aufträgen durch Unwissenheit/Missverständnis/Umsetzung an den Schnittstellen Endanwender/Händler/Fenster- bzw. Fassadenbauer/Glasfachbetrieb.Daher wird mit Einführung des bivalenten ESG-H bei Angebotsabgabe, Auftragsannahme und im Herstellprozess(Fertigung mit dauerhafter Produktkennzeichnung) keine Unterscheidung dieser beiden Standards vorgenommen. Das bivalente ESG-H kombiniert die höchsten Anforderungen: längste Mindesthaltezeit 4 Stunden (BRL) undengster Temperaturbereich der Haltephase von 280 bis 300°C (EN). Dem Produkt ESG-H abverlangte mechanische Mindestwerte für Bruchbild und Biegezugfestigkeit werdensichergestellt durch:
- Produktzertifizierung
- Fremdüberwachung durch unabhängige Zertifizierungsstelle
- permanente Werksproduktionskontrollen.
Die Kennzeichnung des bivalenten ESG-H erfolgt mit einem 20 mm Durchmesser-Stempelbild in weißer Keramikfarbe, die während des Härteprozesses in die Glasoberfläche eingebrannt wird.